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< "Papergrass" beim Bandcoaching in der Musikschule

36. Coesfelder Orchestertage werfen ihre Schatten voraus

Coesfelder Orchestertage locken zu Pfingsten wieder zahlreiche Instrumentalisten nach Coesfeld


Fotos aus 2016: B. Mertens

Man kann sie schon eine Institution nennen, die Coesfelder Orchestertage, die bereits seit 36 Jahren zu Pfingsten zahlreiche Instrumentalisten ins Münsterland locken.

In Kooperation mit der Kolping Bildungsstätte Coesfeld und der Ernsting Stiftung "Alter Hof Herding" bietet die Musikschule auch in diesem Jahr wieder interessierten Instrumentalisten die Möglichkeit, in einem großen Sinfonieorchester ein interessantes Programm zu erarbeiten und am 16.05.2016 um 18.00 Uhr im Konzerttheater Coesfeld aufzuführen.

Die 50 - 60 Teilnehmer, die aus allen Teilen Deutschlands anreisen, verbindet die gemeinsame Leidenschaft für das "Ereignis - Orchester" und die Begeisterung für die "großen Klassiker". 

In der inspirierenden Atmosphäre der Kolping Bildungsstätte Coesfeld wird so innerhalb weniger Tage ein Sinfonieorchester geformt. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die täglichen Proben, sowohl mit dem gesamten Orchester, als auch in den einzelnen Stimmgruppen unter der Anleitung von erfahrenen Dozenten und Orchestermusikern.

Die Früchte dieser konzentrierten Arbeit werden im Abschlusskonzert präsentiert, bei dem wichtige und besondere Werke des klassisch-romantischen Repertoires aufgeführt werden. So erklangen in den letzten Jahren sinfonische Werke von Brahms, Berlioz, Dvorak, Janacek, Mahler und Nielsen, um nur einige zu nennen.

Regelmäßig erhalten auch junge begabte Solisten die Möglichkeit, mit Orchester aufzutreten. Die Gesamtleitung liegt wieder in den bewährten Händen von Alexander Scherf.

Programm 2017 "Aurora":

Arvo Pärt: "Summa" für Streichorchester

Sergej Prokofjew: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 op. 10

Solist: Vicent Herrmann

Kurt Atterberg: Sinfonie Nr. 2 op. 6, F-Dur

„Aurora“ ist nicht nur der mythologische Name der Göttin der Morgenröte, sondern bezeichnet auch das Phänomen des Polarlichts, dieser pulsierenden und magisch leuchtenden Bänder, die beim Auftreffen geladener Teilchen in der Atmosphäre entstehen. Die Wikinger etwa sahen hierin die Spiegelung des Mondlichtes in den Rüstungen der aus dem Kampf zurückkehrenden Walküren.

Großartige, geradezu mythologische Bilder leuchten auch in der 2. Sinfonie Kurt Atterbergs auf. Kurt Atterberg (1887 – 1974) ist der große Unbekannte unter den skandinavischen Sinfonikern. Neben seiner Arbeit beim Schwedischen Patentamt widmete sich der studierte Ingenieur zeitlebens dem Komponieren und hinterließ ein beeindruckendes Werk, das auch die berüchtigte Anzahl von neun Sinfonien umfasst. Die zweite Sinfonie – in der Pastoral-Tonart F-Dur – bezeugt Atterbergs meisterhafte Beherrschung des spätromantischen Orchesters. Gewaltige Klangmassen kontrastieren lyrisch-versonnene Passagen, die das Ende eines Zeitalters zu beklagen scheinen. Atterberg komponiert die Zweite in den Jahren 1911 bis 1913 – im gleichen Zeitraum arbeitet Strauss an seiner Alpensinfonie – aber während am Horizont bereits die Morgenröte einer neuen musikalischen Epoche aufleuchtet, halten sowohl Strauss wie auch Atterberg an den harmonischen Regeln und dem Klang der romantischen Tradition fest.

Ganz andere Wege geht der junge Sergej Prokofjew. Dem gerade einmal Zwanzigjährigen gelingt 1911 mit seinem höchst unkonventionellen ersten Klavierkonzert ein großer Wurf. Solist und Orchester vereinigen sich hier in einem pulsierenden, mystisch-manischen Tanz, der auch heute noch nichts von seiner mitreißenden Frische verloren hat.

Die Musik des estnischen Komponisten Arvo Pärt hat ihre Wurzeln sowohl im gregorianischen Gesang des Mittelalters als auch in der Minimal Music des 20. Jahrhunderts. „Summa“ für Streichorchester zieht den Hörer durch mantrahafte Eindringlichkeit in einen hypnotischen Bann.

Solist des Klavierkonzertes ist der junge Pianist Vincent Herrmann, der an der Musikhochschule Stuttgart bei Kirill Gerstein seine Ausbildung im Masterstudiengang fortsetzt. Vincent ist ein echtes Multitalent: neben dem Klavier widmet er sich dem Komponieren und veröffentlicht auf seinem Blog eigene Essays an der Schnittstelle von Musik und Technologie.

Ich freue mich sehr darauf, mit Euch zusammen in diese zauberhafte Musik einzutauchen.

Alexander Scherf
Künstlerische Leitung

Alexander Scherf (links) und Bernd Paffrath

(Solist im vorletzten Jahr)

Hier finden Sie weitere Informationen!


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