Musizieren per Skype und Co.

Experiment der Musikschule gut angelaufen

 

„Kannst Du mich sehen?“ - „ Sehen nicht, aber hören!“ „Oh, dann muss ich wohl hier erst noch klicken - ah, jetzt klappt’s!“ So oder ähnlich lauteten einige Dialoge zwischen den Musikschullehrenden und den Schülerinnen und Schülern beim ersten digitalen Test-Unterricht.

Waren die ersten technischen Hürden genommen, stand der Kreativität und Experimentierfreude nichts mehr im Weg. Schnell zeigte sich: Das Feld der digitalen Übermittlungsmöglichkeiten ist breit gefächert. Noten von Liedern werden übersendet, Tipps zu den besten Tutorials für den eigenen Lieblingssong gegeben, kleine Übe-Videos von der Lehrkraft erstellt und zum Abruf ins Netz gestellt.

Ist das Internet stabil, dann gelingt auch der direkte Zweier-Unterricht vor dem jeweiligen häuslichen Computer. Es zeigt sich schon nach ein paar Tagen: Selbständigkeit und Experimentierfreude sind gefragt und werden gleichzeitig auf ganz besondere Weise gefördert. Mit dieser Vorgehensweise können auch in Zeiten von Corona die bisher im Unterricht angelegten Fähigkeiten weiter trainiert werden.

Weil die bisherigen Ergebnisse Mut machend sind, hält die Musikschule am bisherigen Zeitplan fest. Es werden bis zum Ende der Osterferien noch Tests laufen mit dem Ziel, dass nach den Osterferien alle Kinder im Instrumental- und Vokalbereich sowie JeKITS 2 einen digitalen Ersatzunterricht erhalten. Dieser Unterricht wird aus dem Digitalfond des Zweckverbandes finanziert und ist daher für die Eltern kostenfrei. Bis Ende April läuft die Probephase. Bis dahin ist vielleicht absehbar, wann der reguläre Musikschul-Betrieb wieder beginnen kann.

„Sollte der Schulbetrieb weiterhin ruhen, können die Eltern dann entscheiden, ob sie für den digitalen Unterricht die bisherigen Gebühren zahlen möchten oder den Unterricht ruhen lassen bis zur Wiedereröffnung der Musikschule“, erklären Dr. Mechtilde Boland-Theißen für den Zweckverband und Bernd Mertens für die Musikschule unisono.

 

 

Musikschule startet digitales Experiment

Geduld und Pioniergeist gefragt

Viel wurde in den letzten zwei Wochen hinter den Kulissen gearbeitet, um den Schülerinnen und Schülern in Zeiten von Corona eine Möglichkeit zu eröffnen.

Bevor es richtig losgeht, wird es eine Phase des Experimentierens geben. Alle Lehrer*innen der Musikschule sind eingebunden. Los geht es mit ersten Tests schon in der nächsten Woche. Vieles ist noch zu tun: Fortbildungen für Musikschullehrenden in technischen und Softwarefragen werden organisiert. Hardware wird gecheckt und Laptops von der VHS ausgeliehen. Anders als die Schulen waren Musikschulen nicht am Digitalpakt beteiligt und einen IT-Support gibt es auch nicht. Da ist ganz viel Engagement und Eigeninitiative gefragt.

Die Eltern werden informiert, dass – wenn sie nichts gegen die Verwendung von Skype, Zoom, WeTransfer oder andere digitale Möglichkeiten haben – die Musiklehrerinnen neue Formate mit ihren Kindern ausprobieren möchten. Je nach technischer Ausstattung kann dies ein digitaler Unterricht oder eine telefonische Beratung und übermitteln von interessanten Materialien für die Beschäftigung mit dem Instrument zuhause.

Erste „Probestunden“ und „Tests“ wird es ab der nächsten Woche geben. Die Musikschullehrer melden sich unaufgefordert bei den Eltern. Es braucht diesen Vorlauf. Einige Musikschullehrer*innen möchten auch Tage in den Osterferien nutzen, um zu experimentieren. Die Musikschule bittet die Eltern um Verständnis, dass in dieser Phase noch nicht alle erreicht werden können. Nach den Osterferien ist der gemeinsame Start geplant und dann sollen alle Kinder in JeKITS 2 und im Instrumental- und Vokalunterricht, die es wollen, erreicht werden.

Diese Angebote sind bis Ende April für die Eltern kostenfrei. Sie werden durch einen Digitalfond, den der Zweckverband zur Verfügung stellt, finanziert. Der ausgefallene Unterricht wird den Eltern rückvergütet. Geplant ist, dass dies bei der Abbuchung im Mai geschieht.

Die Personal- und Honorarkosten in der Experimentierphase werden durch den Zweckverband getragen. So können wir in Zeiten von Corona Neues schaffen und solidarisch sein.

Die Eltern haben nach den Osterferien bis Ende April die Möglichkeit, dieses Angebot zu testen. Wenn sie dieses Alternativangebot annehmen, dann fallen hierfür ab Mai die bisherigen Gebühren an. Es wird sicher ein Experimentieren, bei dem nicht immer alles auf Anhieb klappt. Doch mit Geduld, Humor, Kreativität und Mitmenschlichkeit kann es für alle ein bereicherndes Experiment.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die Geschäftsstelle der Musikschule.

Kontaktdaten:
E-Mail: musikschule@coesfeld.de

Tel.: 02541-70177

 

 

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