Was geht bei den Streichern?

Na, schaut mal durch:

Am Mittwoch, den 07. Februar, laden alle unsere Streicher zum Konzert. Life und öffentlich spielen sie Violine, Viola, Cello und Kontrabaß - allein, zu zweit, zu vielen - und freuen sich über interessierte Zuhörende.

Nur ein paar Tage später, am Samstag, den 10. Februar, erwartet (nicht nur) alle Cellofans ein ganz besonderes highlight: Shengzhi Guo, der Solo-Cellist des Sinfonieorchesters Münster, gibt einen öffentlichen Meisterkurs!
Shengzhi Guo wurde 1983 in der chinesischen Provinz Hunan geboren, studierte an der Musikhochschule Beijing und trat bereits 1998 als Solist mit dem Jugendsinfonieorchester Chinas auf. 2001 kam er nach Deutschland in die Klasse von Maria Kliegel in Köln. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und ist seit 2016 Solocellist im Sinfonieorchester Münster. Schülerinnen und Schüler unserer Musikschule haben Werke vorbereitet, die sie Shengzhi Guo im Orchestersaal vorspielen und mit ihm erarbeiten werden.

Ende des Monats, am Samstag, den 24. Februar, erleben alle  Streicher einen ganzen Tag gemeinsam, mit Proben ab 10 Uhr vomittags, gemeinsamem Essen und abschließendem Konzert. Das Programm wird mal noch nicht verraten ;-)

Alle diese Termine sind nicht nur unseren Schülerinnen und Schülern vorbehalten, sondern wir freuen uns im Gegenteil über zahlreiche Besucherinnen und Besucher in unseren Räumen!

Streicher, woher kommt Ihr?

Direkt hier zum Beispiel könnt Ihr was erleben:

Unser sympathisches Kollegium

Anna Stasevitch

Anne-Marie Mertens

Alter: 55 Jahre
Frühaufsteher oder Langschläfer: Mittelaufsteherin
Zum Frühstück gibt es meistens: Vollkornbrot mit Käse/ Marmelade und schwarzen Tee
In meiner Mittagspause: esse ich gerne viel Gemüse
Mein Traumberuf als Kind war: Floristin
Meine Lieblingsbeschäftigung in der Musikschule: mit meinen Schülerinnen gemeinsam zu musizieren und über irgendwas zu lachen.
Apple oder Android: letzteres
Lieblings Social Media Plattform: YouTube
Nach Feierabend...freue ich mich auf einen gemütlichen Abend mit meinem Mann.
Meine meistgenutzten Emojis: :-)

Was hat Dein Instrument, was andere nicht haben? Wärme!
Was tust Du an einem verregneten Sonntag? Lesen, Backen, Fernsehen, Kuscheln
Was ist Dir wichtig? Ein liebevolles, wertschätzendes Miteinander in allen Bereichen des Lebens
Ein Leben ohne Arbeit - wäre das für Dich vorstellbar? Nein!
Musik - was bedeutet das für Dein Leben? Sie ist für mich in allen Lebenslagen essentiell wichtig.
Gibt es etwas, das Dir Angst macht? Ja, Dummheit, die dazu führt, dass man alternative Kreuzchen macht.
Wie lautet Dein Lebensmotto? Tu, was du kannst und vertraue darauf, dass Gott den Rest tut.
Was würdest Du Deinen Schüler*innen gern vermitteln? Freude an der Musik
Wo siehst Du Dich in 10/20/30 Jahren? Kurz vor, bzw. in Rente, aber weiterhin musizierend und unterrichtend.
Was möchtest Du noch lernen? Am liebsten alles, was mir das Leben jeden Tag so anbietet...
Welche Ziele möchtest Du noch erreichen? Wieder ohne Schulterschmerzen Cello spielen zu können.
Bei wem wolltest Du Dich immer schon mal bedanken? Bei Bach für seine wundervollen Passionen.
Was verbindest Du mit dem Begriff „Musikschule"? Fröhliche Begegnungen auf musikalischer Basis
Wenn morgen die Welt unterginge, was würdest Du heute tun? Jede Sekunde versuchen, bewusst wahrzunehmen.

 

 

Anne-Marie Mertens legt Euch diese YouTube Seite ans Herz und empfiehlt besonders die Bogen-Übungen:
https://www.youtube.com/shorts/5B1YbqMVkec

Burkhard Heidbrink

Burkhard Heidbrink studierte Kontrabass und Klavier in der Musikhochschule Detmold, Abteilung Münster. Neben der klassischen Musik ist er besonders an Jazz interessiert und spielt in einer Bigband gelegentlich auch E - Bass.

Kontrabass kann aber auch so ganz anders

Burkhard Heidbrink empfiehlt Euch Adam Ben Ezra, der hier den Kontrabass auf ganz eigene Art zum Klingen bringt. Er sagt zu seiner Entdeckung:
"Besonders interessant und spannend ist diese Kombination aus Percussion und Melodie, beides meisterhaft hier gestaltet."

Christoph Möller

Meinem Großvater,

Joseph Werner, habe ich es zu verdanken, dass ich (fast kein) Geiger geworden bin. Es war irgendwann im Jahre 1965 als er beschloss, dass sein zweitgeborener Enkelsohn Geige lernen solle. Beim Großvater. Nicht mein Cousin, der zwei Jahre älter ist als ich und somit eigentlich reif gewesen wäre. Aber Andreas, so sein Name, wurde antiautoritär, damals eine neue Erziehungsmethode, von seinen Eltern erzogen. Ich nicht. Nach seiner ersten Stunde bei unserem Großvater kam Andreas nach Hause und sagte, da gehe er nicht wieder hin. Also traf es mich. Mein Großvater, ein aufrechter aber strenger Mensch, spielte mit großer Hingabe die verschiedensten Instrumente, zum Teil selbst beigebracht, aber mit dem ihm eigenen Hang zur Perfektion. Klavier, Akkordeon, Gitarre, Violoncello und eben Violine, seine Leidenschaft. Die Pädagogik war dabei nicht seins. Das Klavierspielen mussten bei ihm meine ältere Schwester und meine ebenso ältere Cousine lernen. Mein Unterricht endete dann ziemlich abrupt etwa drei Jahre später, als der Geigenbogen meines Großvaters auf meinem Kopf zerbrach. Da sah dann auch meine Mutter ein, dass es wohl nichts mit ihrem Vater und ihrem Sohn werden könnte. Jedenfalls nicht hinsichtlich einer musikalischen Karriere. Als dann mein Großvater ein Jahr später starb und ein weiteres Jahr vergangen war, fragte mich meine Mutter sehr zaghaft, ob ich nicht doch nochmal versuchen wolle, dieses mir etwas verleidete Instrument zu lernen. Immerhin hatte ich es in den ersten Jahren bis zu dem Unglück mit dem Geigenbogen geschafft, mit meiner Schwester, die ja Klavier lernte, kammermusikalisch unter anderem auf Jahreshauptversammlungen von Mülheimer Kleingarten- und Geflügelzüchtervereinen, denen mein Großvater vorstand, aufzutreten. Bei einer dieser Gelegenheiten gewann ich sogar einmal eine Gans. Meiner Mutter zuliebe mochte ich ihrem Ansinnen nicht widersprechen (ich wurde ja „normal“ erzogen). Zum Dank dafür suchte sie mir einen begnadeten Geiger, der mir vor allem die Lust an der Musik und der Geige nahebrachte. Czaba Deseö, war Bratschist bei der Philharmonia Hungarica und bekannter Jazzgeiger. In den Jahren danach lernte ich, dass vor allem die Kammermusik, neben dem Spielen im Orchester, für mich ein wichtiger Baustein in meinem Leben sein muss, auf den ich seitdem nicht mehr verzichten mag. Dies alles  ist vermutlich der Antrieb für mich, an Alt und Jung das Musizieren weiterzugeben - zufällig mit der Geige oder Bratsche in der Hand.

Die Allgemeine Zeitung Coesfeld sieht das so:

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