12. Rathauskonzert in Rosendahl zeigte eindrucksvoll die musikalische Seite einiger junge Kollegiumsmitglieder der Musikschule

Das traditionelle Rathauskonzert zeigte am 1. März eine enorme musikalische Bandbreite.

Nicht nur der Rathaussaal in Rosendahl/Osterwick zeigte sich einmal mehr von seiner akkustisch brillianten Seite, auch die zumeist jungen Kollegiumsmitglieder des Lehrerkollegiums der kommunalen Musikschule des Zweckverbandes Billerbeck, Coesfeld, Rosendahl bewiesen ihren guten Ruf, den sie nicht nur bei ihren Schülern erworben haben.

Das traditionell an den Liederabend im kulturellen Angebot der Gemeinde Rosendahl anschließende und nun schon zum zwölften Mal durchgeführte Lehrerkonzert, bot auch in diesem Jahr erstaunliche Zusammensetzungen und daraus entstandene Musikstücke.

"Eigentlich ist der große Konzertflügel das Bindeglied für diesen Abend", so begrüßte Musikschulleiter Bernd Mertens die ca. 40 Zuhörer, "denn durch die vorangegangene Konzertveranstaltung ist dieses wunderbare Instrument an diesem Abend auch zu unserer Verfügung"!

Bernd Mertens wieß auch darauf hin, dass die Gemeinde Rosendahl einen großen Teil dieses Konzertes eben auch durch die Bereitstellung der schönen Räumlichkeiten beiträgt und bedankte sich beim anwesenden Hausherren Bürgermeister Niehues sehr dafür.

Die musikalische Klammer des Abends bildete das Blechbläserquartett bestehend aus Sabine Fröhlich und Bernd Mertens (beide Trompete), Christa Enseling-Korkusuz (Horn) und Alvaro Vado (Posaune). Am Anfang mit Renaissance Musik von Pierre Rameau und Samuel Scheidt und am Ende mit fröhlich-lockerer-beschwingten Stücken von Miton Dietrich und Bruce Fraser.

In typischer Blechbläserlaune vorgetragen mit klarem sauberem Ton, ein eingespieltes Team, dass den Zuhörern Lust auf das Folgende machte.

Marieke Kroes eröffnete den weiteren musikalischen Abend mit einer Solosonate von Domenico Scarlatti auf ihrem Akkordeon. Sie verstand es meisterlich, den barocken Klang auf ihrem Instrument umzusetzen und bewies den anwesenden Zuhörern ihre beachtenswerte Spieltechnik.

Nun waren die Tasteninstrumente an der Reihe. Das Rathauskonzert war und ist schon immer der Ort für ungewöhnliche Musik und Ausführungen. "Auf verwachsenem Pfade" von Leos Janacek wurde nun in der Bearbeitung für Akkordeon und Klavier zu Aufführung gebracht. Zu Marieke Kroes gesellte sich nun auch der junge Pianist und Komponist Alexander Sternemann. Beide zauberten mit "Unsere Abende", "Ein verwehtes Blatt" und besonders mit dem dritten Teil "Gute Nacht" eine wahre Pracht von Klangkaskaden, die die rund 40 Konzertzuhörer immer wieder zu Zwischenapplaus veranlasste.

Anschließend setzte sich Alexander Sternemann mit seiner rund 10-minütigen Interpretation der Fantasie c-Moll von Wolfgang A. Mozart ins Rampenlicht. Seine gefühlvolle Ausführung ließ die Einfachheit und Brillianz der Komposition besonders schön zum Vorschein kommen und zeigte die Hochachtung von Komponist zu Komponist.

Wenn man bei diesem Konzert von einem Höhepunkt zum nächsten geführt wurde, so wurde beim nächsten Stück eine besondere Schallgrenze überschritten, als Marieke Kroes und ihre Partnerinn Jinju Seo mit Akkordeon und Viola sich an den "Grand Tango" von Astor Piazolla begaben. In wie vielen Bearbeitungen dieses Stück auch gespielt wird, diese Besetzung setzte dem Konzertabend die Krone auf. Bestens aufeinander eingespielt, musikalisch höchst eindrucksvoll und charakterlich ausgereift war die ca. 15-minütige Darbietung.

Bevor nun das Blechbläserquartett den Konzertabend beschloss, trug Alvaro Vado seinem Ruf als toller Posaunist einen weiteren Auftritt hinzu. Das selten gehörte Posaunenkonzert von Launy Gröndahl zeigte ihn als Meister seines Faches. Ein toller variabler Ton, Leichtigkeit in der Zugführung und präzises Zusammenspiel mit Alexander Sternemann auf dem Flügel.

Ein besonderer Konzertabend endete mit nicht endendem Applaus der begeisterten Zuhörer. Man darf auf das 13. Rathauskonzert sehr gespannt sein und allen Beteiligten nur gratulieren.

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