13.05.2012 "Fantastisch auf Tasten" mit neuem Konzertflügel

"Fantastisch auf Tasten": Konzert des Fachbereiches stellt das Klavier in den Fokus.

Neu gestifteten Konzertflügel eingeweiht / Gerd van Gember blickt auf 40 Jahre Zugehörigkeit zur Musikschule Coesfeld zurück.

Am Sonntag, 13.5., drängten trotz Landtagswahl, Kommunionsfeiern, in Coesfeld viele Zuhörer in den Orchestersaal der Musikschule im WBK, um ein besonderes Konzert zu erleben. Der Fachbereich der Tasteninstrumente hatte im Rahmen des 40-jährigen Jubiläums der Musikschule eingeladen.

Waren im letzten Jahr der Fachbereich der Zupfinstrumente im Bahnhof Billerbeck aufgetreten, die Blas- und Schlaginstrumente mit „Vom Tuten und Schlagen“ zu hören und am letzten Wochenende die Streichinstrumente mit zwei herausragenden Konzerten aktiv gewesen, so standen jetzt die Tasteninstrumente im Fokus.

Als „Aufhänger“ fungierte der vom Musikschul-Förderverein gestiftete neue Konzertflügel. Musikschulleiter Bernd Mertens dankte dem Vorsitzenden Jürgen Toppe herzlich für die grandiose Gabe für die Nachwuchsförderung.

Alexander Sternemann eröffnete den Reigen der fantastischen Tastenmusik mit dem ersten Satz des Italienischen Konzertes von Johann Sebastian Bach in einer technisch versierten Ausführung. Danach boten Fanziska Fock, Hannah Timmer und Nora Klüber eine Reihe kürzerer Stücke bis zum Evergreen „One Moment in Time“. Die nun in abgeklärter Weise im Duett musizierenden Imke Drees und Carla Tillmann bewiesen anschließend, wie interessant und lustig zwei Akkordeons miteinander klingen können. Dann war wieder das Klavier an der Reihe. Mit einem Spezialarrangement hatte Alexander Sternemann seine beiden jungen Schülerinnen Lisa Sobocinski und Helena-Marie Stein bedacht, in dem er sich und ihnen die Morgenstimmung von Edvard Grieg auf die sechs Hände schrieb. Ein toller Beitrag für neue Klavierliteratur.

Bevor Felicia Toppe mit ihrer Lehrerin Simone Bodenbach die Kokosnüsse von H. Proksch knackte und mit einer witzigen Verarbeitung des beethovenschen Elisenthemas in spanischer Art brillierte, wurde der Flügel noch als Begleitinstrument von Alexandra Ludwig genutzt, um Jonas Menke auf dem Cello beim 2. Satz der Cellosonate a-Moll Antonio Vivaldi zu unterstützen.

Nach der Pause gratulierte Bernd Mertens dem Pädagogen Gerd van Gember zu seinem 40-jährigen Dienstjubiläum für die Musikschule. Mit seinem Schüler Timo Schmied bewies Gerd van Gember, dass Johann Sebastian Bach noch lange nicht zum „alten Eisen“ gehört. Gekonntes Zusammenspiel und brillante Läufe gingen ineinander über. War das Konzert von Bach schon sehr lang, zeigten Anissa Zoghlami und Marie Kleefmann noch größeres Stehvermögen und Konzentration bei der Fantasie f-Moll von Franz Schubert. Die Schülerinnen von Anne Schreiber brachten romantische Klangfarben und musikalische Linien gekonnt auf den beiden Klavieren zur Geltung.

Zum Schluss wollten es sich die beiden Pianistinnen und Pädagoginnen, Anne Schreiber und Simone Bodenbach, nicht nehmen lassen, die zweier Klaviere im Konzertsaal zu nutzen. „Scaramouche“ von Darius Milhaud - wer dieses Werk nicht kannte, bekam einen tollen Eindruck der milhaudschen Ambitionen.

So beendete eine brillante, spritzige und hochmusikalische Ausführung ein Konzert, welches am Ende vieler besonderer Konzerte zum Jubiläumsjahr der Musikschule ein besonderes Licht auf die Tasteninstrumente warf.

<link internal-link internal link in current>Fotogalerie vom Konzert:

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